Immobilienvermittlung und Geldwäschegesetz

Als seriöses Immobilienunternehmen gehören wir zu den sogenannten Verpflichteten des „Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ (gemäß § 2 Absatz 1 Nr. 10 Geldwäschegesetz, kurz GwG) und müssen die geldwäscherechtlichen Sorgfaltspflichten beachten. Damit stehen wir in einer Reihe mit Banken, Rechtsanwälten und Notaren. Nach dem Geldwäschegesetz sind wir vor Abschluss eines mündlichen oder schriftlichen Maklervertrages dazu verpflichtet, die Identität unserer Kunden festzustellen.

Was bedeutet das für Käufer/Verkäufer von Immobilien?
Im Falle der Begründung einer Geschäftsbeziehung müssen wir Ihre Identität durch das Erheben von Angaben (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort und Nationalität) feststellen. Dafür benötigen wir:

  • eine Kopie Ihres gültigen Personalausweises
  • die Vorlage des Original-Personalausweises bei unserem ersten Treffen im Büro oder bei der Besichtigung

Darüber hinaus müssen wir auch prüfen, ob der Klient im eigenen wirtschaftlichen Interesse oder für einen Dritten handelt. Bei juristischen Personen benötigen wir:

  • einen Handelsregisterauszug
  • eine Gesellschafterliste, um den wirtschaftlich Berechtigten zu identifizieren

Das GwG verpflichtet uns, die erhobenen Daten mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Nach § 4 Abs. 6 GwG sind Sie als Kunde verpflichtet, uns die entsprechenden Auskünfte zu erteilen und Unterlagen oder Ausweis zur Überprüfung vorzulegen.